Anmerkungen (2011)

Aus Presseclub Potsdam
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Großbrand im Industrie- und Gewerbegebiet Lauta

Zu einem ungewöhnlichen und bedauerlichen Schadensereignis ist es am 22./23. Mai 2011 im Sonderabfallzwischenlager der Fa. Nehlsen GmbH und Co. KG in Lauta gekommen. Durch ein Großfeuer ist das Gebäude des Innen- bzw. Außenlagers weitgehend zerstört worden. Nach Feuerausbruch am 22.05.2011 gegen 23:15 Uhr waren schnell erste Einsatzkräfte vor Ort, um mit der Brandbekämpfung zu beginnen. Sofort war klar, dass umfangreiche Kräfte und Mittel nachgeführt werden mussten. Neben den Ortsfeuerwehren der Stadt Lauta kamen zahlreiche Freiwillige Feuerwehren aus der Region und die Berufsfeuerwehren von Hoyerswerda, der Unternehmen Vattenfall und BASF sowie aus Dresden zum Einsatz. In der feuerwehrtechnischen Bilanz ist festzustellen, dass insgesamt 26 Feuerwehren mit 174 Einsatzkräften und 42 Fahrzeugen im Einsatz waren. Darüber hinaus waren 44 Beamte des Polizeirevieres Hoyerswerda zur Absperrung des Einsatzortes und zur Information der Bevölkerung eingesetzt. Ebenfalls vor Ort der Rettungsdienst mit 2 Einsatzkräften für den Notfall. Das Landratsamt Bautzen, Bereich Umwelt und Katastrophenschutz, war von Beginn an in den Einsatz involviert und es zeigte sich, dass das erst vor kurzem angeschaffte Fahrzeug der mobilen Einsatzstelle eine wertvolle und unverzichtbare Hilfe bei einem Großbrand ist. Eine wichtige Unterstützung bei der Gefahrenbewertung waren die Beschäftigten der Fa. Nehlsen selbst.

Vertreter der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda und der EWAG Kamenz zeigten sich für ihre Verantwortungsbereiche zuständig. Durch die Firmen Kotal und Weiland wurde technische Hilfeleistung gegeben. Mitarbeiter der Stadtverwaltung Lauta organisierten die Verpflegung der Einsatzkräfte. Um auf eine mögliche Kontamination der Luft durch Schadstoffbelastung in der Rauchwolke reagieren zu können, wurden umgehend Messungen mit Hilfe spezieller Messtechnik der Berufsfeuerwehr Hoyerswerda sowie der FFW Kamenz durchgeführt. Zum Glück konnte abschließend festgestellt werden, dass zu keiner Zeit eine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung bestanden hat. Am Montag, dem 23.Mai 2011, erfolgte gegen 17:00 Uhr die Bekanntgabe des Einsatzendes. Allen Einsatzkräften gilt höchste Anerkennung, Dank und Wertschätzung für die geleistete Arbeit bei der Brandbekämpfung. Durch das schnelle, effiziente und erfolgreiche Zusammenwirken aller Kräfte konnten Personenschäden vermieden und die Brandausbreitung auf benachbarte Objekte und Anlagen verhindert werden. Nochmals herzlichen Dank.


Hellfried Ruhland Bürgermeister

Peter Venner Niederlassungsleiter[1]


Belege

  1. Amtsblatt Landkreis Bautzen v. 25. Juni 2011, S. 3